Die 15 Aufstiegsrouten des Mt. Everest und ihre Erstbesteiger:

Die Aufstiegsrouten können sie im Mt. Everest 3D-Modell anschauen.

  1. Britische Expedition 1953: Erstbesteigung am 29 Mai durch E. Hillary und Tensing Norgay über
    Südcol und Südostgrat vom Khumbu Gletscher aus mit künstlichen Sauerstoff.
  2. Chinesische Expedition 1960: Route über den Nordgrat (angezweifelt). Chun, Fu-Chou, Ying-Hua
    Konbu erreichten den Gipfel über den Nordgrat, den die Briten in den 20igern und 30igern mehrfach
    erfolglos versucht hatten. Bis heute wird der Gipfelsieg wegen fehlender Beweise angezweifelt.
    1975 von einer weiteren großen Chinesischen Expedition nachgeklettert welche den ersten Dreifuß
    als Vermessungsziel aufstellten.
  3. Amerikanische Expedition 1963: Erste Überschreitung Westgrat - Südostgrat. Diese große Ex-
    pedition, welche die dritte Besteigung vollbrachte, operierte als zwei getrennte Teams. Hornbein und
    Unsoeld bezwangen diese schwierige neue Route. Vier weitere Kletterer erreichten über die Süd-
    route den Gipfel.
  4. Britische Expedition 1975: Erste Durchsteigung der 2200 m hohen Südwestwand durch Haston und
    Scott. Mike Burke, ein Teilnehmer der zweiten Gipfelgruppe die zwei Tage später unterwegs waren verschwand spurlos. Er machte sehr wahrscheinlich die erste Solo-Besteigung. Diese Route wurde 1988 von 4 Tschechoslowaken im Alpinstil nachgeklettert. J. Just erreichte den Gipfel aber alle vier starben im Abstieg.
  5. Jugoslawische Expedition 1979: Begradigung des Westgrats. Kompletter Westgrat durch Stremfelj
    und Zaplotnik. Drei weitere Bergsteiger erreichten den Gipfel wobei einer beim Abstieg abstürzte.
  6. Japanische Expedition 1980: Erster vollständiger Anstieg über die Nordwand und das Hornbein
    Couloir durch Ozaki und Shigehiro.
  7. Polnische Expedition 1980: Route über den Südpfeiler von Czok und Kukuczka.
  8. Reinhold Messner Solo 1980: Von Norden im Alleingang und ohne künstlichen Sauerstoff. Diese
    außergewöhnliche Leistung wurde in 3 Tagen vollbracht.
  9. Russische Expedition 1982: Route über den Südwestpfeiler. Die bisher durchgehend schwierigste
    Route und seither nicht mehr nachgestiegen. Myslovsky und Balyberdin und 6 weitere Kletterer
    erreichten den Gipfel.
  10. Amerikanische Expedition 1983: Durchsteigung der Ost- oder Kangsung-Wand. Buhler, Momb und
    Reichhardt und 3 weitere Bergsteiger erreichten den Gipfel. Sehr schwierige überhängende
    Felskletterei bis 6500 m.
  11. Australische Expedition 1984: Durchsteigung der Nordwand und des Norton-Couloirs. Erste
    Duchsteigung des gesamten Norton (Great)-Couloirs vom Rongbuk Gletscher aus durch Macartney
    und Mortimer ohne künstlichen Sauerstoff.
  12. Amerikanische Expedition 1984: Erste Durchsteigung über die obere Nordwestwand. Trotz guter
    Erkundung der unteren NW-Wand erreichte nur Philip Ershler den Gipfel.
  13. Amerikanische Expedition 1988: Zweite Durchsteigung der Ost- oder Kangsung-Wand links des
    Anstiegs von 1983. Diese Kletterei, wie Route 10, hat größte technische Schwierigkeiten im Eis in
    der unteren Wandhälfte (bis 6650 m). Stephen Venables allein ohne künstlichen Sauerstoff.
  14. Japanische Exp. 1995: Erste erfolgreiche Durchsteigung des kompletten Nordostgrat von Furuno Imoto, Dawa Tshering Sherpa, Pasang Sherpa, and Nima Sherpa.
    Britische Alpine Kletter Gruppe 1988: Route über den großen Nordostgrat (bis 8400m). Dieser lange und ausgesetzte Grat wurde bis auf über 8000 m von Boardman und Tasker 1982 geklettert. Beide
    Kletterer sind wohl beim Versuch, einen der letzten Gendarmen zu umklettern, abgestürzt.
    Brice und Taylor kamen 1988 über diesen Punkt hinaus, jedoch trotzdem 1600 m vom Gipfel
    entfernt auf 8400 m.
  15. Mai 20, 1996: Erste Besteigung des Nord-Nordost Couloir durch Peter Kuznetzov, Valeri Kohanov und Grigori Semikolenkov.