Everest von Norden: Dieser Anblick  bot sich den ersten Entdeckern  Der Mount Everest:

Inbegriff menschlicher Herausforderung

Der höchste Berg der Erde liegt im Osten des Himalaja an der Grenze zwischen Nepal und Tibet. Vermessungen aus dem Jahr 1999 ergaben eine Höhe von 8850 Metern. Seit seiner Erstbesteigung wurde der Berg mehr als 1000 Mal erklommen. Bei dem Versuch, den Mount Everest zu bezwingen, kamen rund 180 Personen ums Leben.

Entdeckung des höchsten Berges
Die Briten fingen zu Beginn des 19. Jahrhunderts damit an, die größten Berge der Welt zu ermitteln und deren Höhe zu bestimmen. In den Jahren 1847 bis 1849 nahm die britische Indian Survey die Gipfel des Himalaja intensiv ins Visier ihrer Vermessungsgeräte. Die Vermessung dieser Giganten gestaltete sich aber als sehr schwierig, weil die Briten nicht in Nepal einreisen durften. So führten sie ihre Arbeiten von über 150 Kilometern Entfernung durch. Im Jahr 1856 präsentierte der Surveyor General AndrewWaugh dann die Ergebnisse. Mit 8840 Metern stellte sich der Peak XV - so wurde der Mount Everest vorläufig genannt -als der höchste Berg heraus. Damit lagen die Briten nur zehn Meter unter der eigentlichen Höhe.

Der Peak XV wurde zum Mount Everest Everest Nordwand
Die Einheimischen hatten dem Peak XV bereits Namen gegeben. Die Tibetische Bezeichnung etwa lautet "Chomolungma" (= Göttin der Erde) , die Bewohner Nepals nannten das Massiv "Sagarmatha" (= Göttin des Himmels oder auch mit Himmelskönig übersetzt). Waugh aber beharrte darauf, den Felsriesen nach seinem Amtsvorgänger Sir GeorgeEverest zu betiteln, obwohl Everest selber gegen diesen Vorschlag war. Er wollte die einheimischen Bezeichnungen beibehalten, womit er sich aber nicht durchsetzten konnte. 1856, ein Jahr nach dem Everest gestorben war, wurde der Berg Mount Everest getauft.

Annäherungs- und Besteigungsversuche
In einer verbotenen Aktion gelang es dem britischen Abenteurer und Fotograf Captain John Noel im Jahr 1913 sich dem Berg bis auf 60 Meilen zu nähern. Weiter kam dann die achtköpfige, britische Expedition im Jahr 1921, die trotz großen politischen Widerstandes ausgesandt wurde. Sie erkundete erstmals einen Weg zum Mount Everest und das nördliche Gebiet des Massivs. Sie erreichten dabei eine Höhe von 7000 m. Ein Jahr später startete erneut eine britische Mannschaft, mit dem Ziel den Berg zu besteigen. Sie schaffte es bis auf 8225 Höhenmeter.

Die Legende Mallory
Fast 350 Meter weiter kam 1924 Edward F. Norton, der die dritte, zur Das Team von 1924, oben li. Irvine u. MalloryLegende gewordene Expedition zum höchsten Punkt der Erde leitete. Er war ohne zusätzlichen Sauerstoff unterwegs. Ein paar Tage nach Nortons Versuch machten sich zwei Teilnehmer dieser Gruppe, George Mallory und Andrew Irvine, mit Sauerstoffflaschen auf, das Massiv zu erobern. Um 12.50 Uhr des achten Juni 1924 wurden die Engländer das letzte Mal von einem Camp aus gesehen. Bis heute ist es noch nicht absolut geklärt, ob sie den Gipfel eroberten oder nicht. Viele Fachleute darunter auch Reinhold Messner sind sich aber sicher, das Mallory am Second Step gescheitert ist und im Abstieg tödlich gestürzt ist.

Weitere Annäherungs- und Besteigungsversuche
In den folgenden Jahren starteten viele Gruppen, von denen keine ihr Ziel erreichte. In höchste Gipfelnähe gelangte 1933 eine Mannschaft unter der Führung des Briten HughRuttland, die bis auf 8570 m aufsteigen konnte.
            Durch den Zweiten Weltkrieg wurden alle weiteren Bemühungen auf Eis gelegt. Den originellsten Versuch, den Everest zu bezwingen, unternahm 1947 dann der Kanadier EarlDenham, der sich als tibetanischer Mönch verkleidete. Um das Genehmigungsverfahren zu umgehen. Doch schon unterhalb 7000 m musste er sein Unterfangen aufgeben.
Dutzende von Bergsteigern, darunter viele Sherpas, hatten bei ähnlichen Aufstiegen den Tod gefunden. Allein bei einer russischen Expedition im Jahre 1952 waren 40 Teilnehmer umgekommen.

Die Erstbesteigung
Als sich Nepal mit dem Ende der Rana-Herrschaft 1951 für die Außenwelt öffnete, machte sich die alpinistische Zunft auf, die höchsten Gipfel der Welt zu erobern. Die Hillary (links) und Norgay fünfziger Jahre wurden wohl zu den ereignisreichsten der alpinistischen Geschichte. Schon 1950 hatte eine französische Expedition unter der Leitung von Maurice Herzog mit dem Annapurna I (8091 m) zum ersten Mal einen Achttausender bezwungen. Herzog bezahlte seine Ruhm allerdings teuer: Während es Abstieg erlitt er schwere Erfrierungen, die später Amputationen zur Folge hatten.
1953 gelang dann der Durchbruch am Everest. Es war schließlich ein neuseeländischer Bienenzüchter und sein nepalesischer Begleiter, die es als erste schafften: In einer sehr aufwendigen britischen Expedition unter Leitung von John Hunt erreichten Edmund Hillary und Tensing Norgay am 29.05.1953 den heiß ersehnten 8848 m hohen Gipfel, den höchsten Punkt der Welt.Hillary wurde später von der englischen Königin geadelt und war 1985-89 neuseeländischer Botschafter in Nepal

Immer neue Rekorde
1960 stieg eine riesige chinesische Forschungsgruppe erstmalig über den Nordostgrat auf. Am 24. Mai erklommen drei Teilnehmer dieser Mannschaft den höchsten Punkt der Erde. Eine amerikanische Expedition überschritt 1963 zum ersten Mal den Gipfel. Der Aufstieg erfolgte über den Westgrat, der Abstieg über den Südgrat.
1973 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht, als zwei Mitglieder einer japanischen Seilschaft den Gipfel zum ersten Mal im Herbst eroberten, in dem üblicherweise heftige und eisige Winde das Unterfangen erheblich erschweren. Während des Monsuns selber wie auch im Winter gelten Besteigung grundsätzlich als unmöglich. Everest, Lhotse u. Nuptse vom Cho Oyu
1975 bezwang auch eine Frau - Junko Tabei aus Japan - den Mount Everest. 1978 schließlich begingen der Tiroler Reinhold Messner und Peter Habeler  das 25jährige Jubiläum der Everest-Erstbesteigung auf ihre aller eigenste, waghalsige Art: Zum ersten Mal unternahmen sie eine Besteigung ohne Sauerstoffgeräte – ein riskantes Unternehmen, da in der sogenannten „Todeszone“ oberhalb 7500 m die Zahl der roten Blutkörperchen rapide zunimmt, das Blut dickflüssiger und der Sauerstofftransport langsamer wird. Messner und Habeler hatten sich durch ein spezielles Konditionstraining auf diese Gegebenheiten vorbereitet und schafften es zudem, die letzten 900 m zum Gipfel in einer neuen Rekordzeit von nur 6 Stunden zurückzulegen. Messner, inzwischen eine lebende Legende, vollbrachte später ähnliche sauerstofflose Wundertaten an allen weiteren 13 Achttausendern.
Ebenfalls war Messner der erste Mensch der den Everest 1978 solo bestiegen hat.
Messners Leistungen waren zweifellos der Höhepunkt einer Entwicklung, die etwa Anfang der Siebziger Jahre begonnen hatte und in der zunehmend das scheinbar „Unmögliche“ versucht wurde. Heutzutage ist das Bergsteigen in Eigenverantwortung und in größtmöglicher Ausgesetztheit aus der Mode gekommen.
Wegen seiner Höhe und der Mythen, die sich um das Massiv ranken, übt der Berg jedoch eine magische Anziehungskraft aus, und so wurde er zum Ziel vieler Alpinisten auserkoren. Mittlerweile wird der Everest von so vielen Expeditionen in Angriff genommen, dass man heutzutage zurecht von einem Modeberg sprechen kann. Dieser regelrechte „Run“ auf den Everest hat natürlich auch gravierende ökologische Nachteile, sodass es 19xx eine Säuberungsexpedition gab um den Everest von Müll, speziell auf dem Südsattel, zu säubern. Diese Expedition konnte jedoch nicht über die aktuell herrschenden Bedingungen hinwegtäuschen und viele Bergsteiger sagen, dass der Everest die größte Müllkippe der Welt sei. Seit den Neunzigern gibt es auch jedes Jahr immer mehr kommerzielle Expeditionen bei denen man sich den Everest quasi kaufen kann, mit der Folge, dass immer mehr unqualifizierte Bergsteiger am Berg sind.
                        Diese Diplomarbeit soll damit auch ambitionierte Hobbybergsteiger abhalten sich an Berge heran zuwagen, die sie von den Schwierigkeiten her überfordern. Climb Everest 3D im Internet und trainiere an kleineren Bergen.

 

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